INNENRAUM - AUßENRAUM - WERKSTATT - ATELIER

 
 
 
 
 

"KERN DES ARCHITEKTURSCHAFFENS SIND DAS NACHSINNEN ÜBER UND DAS KREIEREN VON GRENZEN. GRENZEN, DIE DAS INNEN VON DEM AUSSEN VERSUCHEN ZU TRENNEN."

 
 

Dieser Trennungsvorgang schafft eine Vielzahl an neuen Problemen, die es ebenso zu bewältigen gilt. Meist liegt die Lösung in einem, je nach Aufgabe, mehr oder weniger beschaffenem  Ausgleich der Bedürfnisse nach einem Innen (Schutzaspekte) und nach dem Außen (Erlebnisaspekte). 

Beides ist aber ohne das jeweils andere nicht denk-, plan- und lebbar. Diese immanente Zusammengehörigkeit spielt bei uns im Büro eine wesentliche Rolle. Einerseits wird also über die Hülle nachgedacht, andererseits aber ebenso über das was umhüllt und damit neu geschaffen wird - den Raum.

Konzeptuell besteht er erst einmal aus Leere. Er ist im eigentlichen Sinne ein Zwischenraum - entstanden aus Grenzen. Ohne sie wäre er nicht da. Dies bedarf verschiedener Blickrichtung, im Wesentlichen derer von innen und derer von außen. Somit spielt das Innen und deren Beschaffenheit eine ebenso zentrale Rolle, wie die Beschaffenheit der Hülle. 

 

HÜLLE

Auch die Hülle steht in einem größeren Zusammenhang. Sie fügt sich in einen Kontext, der urban oder landschaftlich sein kann, opulent, karg oder ärmlich. Es gibt eine Vielzahl an Einflüssen. Der Vermittlung zwischen dem Umraum und dem zu planenden Objekt muss unserer Auffassung nach eine besondere Bedeutung zukommen. Sie unterliegt der sozialen Verantwortung. 

 
 

AUSSENRAUM

Die meiste Architektur findet im öffentlichen Raum statt. Sie teilt sich mit, wirkt im besten Fall identitätsstiftend, macht einen Ort besser und lässt Menschen erfreuen. Nimmt man diese Aspekte ernst bedarf es der intensiven Planung des umliegenden Außenraumes. Der private Garten nimmt dabei eine Sonderstellung ein und obliegt weniger dieser Verantwortung. Hier geht es vielmehr darum eine einheitliche Sprache innerhalb des ganzen zu finden, ob sie kontrastierend aufgebaut ist oder die formale Nähe sucht sei dahingestellt und kann unterschiedlich aufgefasst werden. 

 
 
 
 

LICHT FARBE MATERIAL

Am Thema Licht lässt sich ganz besonders gut aufzeigen, dass es Sinn macht Atmosphärisches ungetrennt und konzeptuell von Beginn eingebunden mitzudenken. Wir mögen es das Tageslicht als einen Raum modellierenden Faktor mitzudenken. Das Fenster ist also nur einerseits eine Fassaden-, also Oberflächenfrage. Vielmehr ist es aber ein dem Innenraum wertvolles und dienendes Element, welches - ist das Konzept gefunden - keineswegs im Nachhinein eingesetzt, weggenommen oder herumgeschoben werden kann. 

 
 
 
 
 
 
 

ATELIER

Das Atelier bietet uns die Möglichkeit gestalterische Phänomene zu studieren, jenseitig aller Bauaufgaben mit ihren Zwängen und Einschränkungen. Malerei, Zeichnung, Grafik, Installationen und Plastiken entstehen hier. Nicht selten fließen die hier gewonnenen Erkenntnisse aber wieder in die konkrete Entwurfsaufgabe zurück. Da die Arbeit des Architekten zunehmend digitaler wird, kommt dem handwerklichen Tun eine umso stärkere Bedeutung bei. Das bildnerische Arbeiten ist neben der Schule des Zusammenwirkens aus Hirn, Auge und Hand auch eine Schule der Wahrnehmungsfähigkeit, insbesondere des Sehens. Es hilft die Dinge nachzuvollziehen und verstehen zu lernen. Darüber hinaus ist die Zeichnung das kommunikative Mittel der Wahl eines Architekten und bleibt die schnellste Art des Ausdrucks. Durch die Verknappung der Mittel schärft und klärt sie.

 
 
 
 
 
 
 

ZUSAMMENFASSEND LÄSST SICH SAGEN

 

Architektur ist so allumfassend und komplex, dass es im Prinzip keinen Sinn macht von verschiedenen Disziplinen zu reden, die unabhängig voneinander geschaffen werden können. Die Ergebnisse beweisen es regelmäßig.